Die richtige Ernährung für dein Pferd

Pferde sind Steppentiere, die an die Bedingungen der offenen Graslandschaften und Steppen angepasst sind. Sie legen weite Strecken zurück und sind damit beschäftigt hoch gewachsenes, langstängeliges, braunes Gras zu fressen. Dies tun sie unter ständiger Schrittbewegung.
In Deutschland sehen unsere Wiesen so aus: Fett, grün, saftig, hauptsächlich bestehend aus zuckerhaltigen Gräsern. Oft stammt das Heu für unsere Pferde genau von diesen Wiesen.
Das Heu was unsere Pferde fressen sollten: Langes überständiges Heu aus kräuterreichen Wiesen vom ersten Schnitt, möglichst spät gemäht. Im Besten Fall sollte der Schnitt ca. 10 cm über dem Boden stattfinden, damit keine Erde in das Heu kommt. Um Schimmelbildung zu vermeiden, sollte das Heu oft gewendet werden. Doch hier sieht die Umsetzung in der Praxis oft anders aus.

HEU-UND SIlAGE ist konserviertes, geerntetes Grünfutter, das durch Milchsäuregärung haltbar gemacht wird. Es wird luftdicht verpackt, in Silos oder als Ballen gelagert.
 
Heulage/Silage ist kein geeignetes Pferdefutter!
 
Durch den Silier- (Gär-)prozess ist dieses Futter so sauer, dass es mit der Zeit einen löchrigen Dünndarm verursachen wird. Das Futter verbleibt 1-5 Stunden im Magen, bevor es durch den Magenausgang in den Dünndarm gepresst wird. Durch den Gärprozess sind in Heu-und Silage sehr viele Milchsäurebakterien, die so nicht im Pferdedarm vorkommen. Diese verursachen einen Zusammenbruch der natürlichen Darmflora, was viele Krankheitsbilder nach sich zieht: KPU, Koliken, Hufrehe,etc.
Heulage bringt kurzzeitig Besserung jedoch bleibt das Problem bestehen und taucht entweder mit dem gleichen Krankheitsbild und/oder auch noch weiteren wieder auf.

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  • Stroh
    HOLZIG und Ligninhaltig, staubarm in kleinen Mengen anbieten. Unterstützt so die Darmflora
  • Kräuter
    kurweise, nicht länger wie 8-12 Wochen, ansonsten kann sich ein Medikamentenbild einstellen. Sie unterstützen das Immunsystem und wirken sich positiv auf den Körper aus.
  • Holz
    in Form von Ästen. Wichtig für den Zahnabrieb und das Verdauungssystem
  • Salze
    naturbelassen und unbehandelt
  • Mineralfutter
    ungesüßt

Die Darmsymbionten des Pferdes brauchen ein wässriges Milieu um optimal funktionieren zu können. Pferde können Fett nur schwer verstoffwechseln, daher ist ein hoher Fettgehalt in der Pferdeernährung ein Problem.
 
Unsere Pferde besitzen keine Gallenblase. Galle wird dem Darm ständig zugeführt, um die Fette zu verstoffwechseln, die auf NATÜRLICHE Weise in der Nahrung vorkommen, z.B.: Samen aus Gräsern und Kräutern. Heu hat einen Restölgehalt von 1 %. Bei 10 KG Heu sind das bereits 100ml Fett, welches über den gesamten Tag in dem Verdauungstrakt verteilt wird. Fett aus Samen liegen in emulgierter Form vor.
 
Zusätzliche Fütterung von Öl überfordert diese Kapazitäten. Es bildet sich ein Ölfilm auf dem Futterbrei im Darm, wodurch die Verdauungsenzyme die Nahrungsbestandteile nicht verdauen können. Die Strukturkohlenhydrate können durch den Fettfilm ebenfalls nicht mehr richtig verdaut werden. Die Hinzugabe von Ölen/Fetten beschleunigt die Darmpassage, was dazu führt, dass dem Pferd WENIGER Energie und Nährstoffe zur Verfügung stehen. Trotz des hohen Nährwertes der Öle kommt es zu einer Mangelernährung, sprich KPU.
 
Außerdem sind Fette und Öle (Omega-Fettsäuren) für Schimmelbefall anfällig und oxidieren schnell bei Kontakt mit Sauerstoff (werden ranzig) und somit lebertoxisch. Dies gilt auch für gecrackte/gebrochene Ölsaaten, Ölkuchen und Neben-Abfallprodukte aus der Speiseölproduktion, welche in Pferdefutter-Mischungen verwendet werden.

Alle von mir bereitgestellten Informationen, Texte und Hinweise (ob mündlich, schriftlich oder in Form von Informationsblättern) beruhen ausschließlich auf meinen persönlichen Erfahrungen und Recherchen.

Sie ersetzen keine tierärztliche oder medizinische Diagnose, Beratung oder Behandlung.
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Für die Gesundheit und Behandlung Ihres Pferdes bleibt stets der Tierarzt oder ein entsprechend ausgebildeter Therapeut zuständig. Jeder Tierhalter handelt eigenverantwortlich.

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Es liegt in Ihrer Verantwortung, die Verträglichkeit und mögliche Wechselwirkungen der Substanzen zu prüfen. Nutzen Sie hierzu verfügbare Fachliteratur, Expertenrat und gegebenenfalls eine tierärztliche Beratung.

Ich bin weder Tierarzt noch Heiler und übernehme keine Verantwortung für die Wirksamkeit oder Verträglichkeit der genannten Substanzen.

Jegliche Haftungsansprüche gegen mich sind ausdrücklich ausgeschlossen. Es liegt in Ihrer Verantwortung, sich vor der Anwendung der empfohlenen Mittel gründlich zu informieren und deren Eignung sowie mögliche Wechselwirkungen für Ihr Pferd zu prüfen.