Was genau ist Mauke?
Wenn der Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht gerät
Erscheinungsbild
Mauke ist eine Erkrankung der Haut, die vor allem bei Pferden vorkommt und sich im Bereich der Fesselbeugen zeigt. Typisch sind Rötungen, Schwellungen, Krusten und nässende Veränderungen. In schweren Fällen entwickeln sich tiefe Risse oder großflächige Wunden, die das Pferd schmerzhaft belasten.
Schweregrade
Die Erkrankung tritt in verschiedenen Stadien auf. Leichte Formen zeigen sich durch oberflächliche Hautreizungen und kleine Schuppen. Mittlere Ausprägungen beinhalten stärkere Entzündungen und deutliche Krusten. Schwere Formen können das gesamte Fesselgelenk betreffen und führen zu massiven Hautschäden.
Äußere Einflüsse
Feuchtigkeit und Schmutz gelten als klassische Auslöser, da sie die Haut aufweichen und anfällig machen. Besonders in nassen Jahreszeiten oder bei matschigen Böden tritt Mauke vermehrt auf. Auch dichter Behang spielt eine Rolle, weil Wärme und Feuchtigkeit darunter eingeschlossen werden und das Hautklima verändern.
Innere Zusammenhänge
Nicht alle Pferde reagieren gleich empfindlich auf dieselben äußeren Bedingungen. Dies weist darauf hin, dass auch innere Faktoren entscheidend sind. Im Mittelpunkt steht der Stoffwechsel, der Nährstoffe verarbeitet, Energie bereitstellt und Abfallstoffe ausscheidet. Gerät er aus dem Gleichgewicht, kann dies an der Haut sichtbar werden.
Ernährung und Stoffwechsel
Eine zentrale Rolle spielt die Art der Fütterung. Futtermittel mit viel Zucker, Stärke oder Eiweiß belasten den Verdauungsapparat. Dabei entstehen Abbauprodukte, die über Leber und Nieren ausgeschieden werden müssen. Wenn diese Organe überfordert sind, kann sich das in Form von Hautveränderungen zeigen.
Rolle von Leber und Niere
Die Leber ist das wichtigste Entgiftungsorgan des Pferdes. Eine Überlastung kann sich durch Hautprobleme äußern. Auch die Nieren sind entscheidend für die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten. Wenn ihre Funktion eingeschränkt ist, verbleiben Belastungen im Organismus, was Entzündungen fördert und die Haut anfälliger macht.
Hormonelle Faktoren
Neben Fütterung und Organfunktionen wirken auch hormonelle Störungen auf das Erscheinungsbild. Pferde mit Equinem Cushing Syndrom oder Insulinresistenz zeigen eine höhere Neigung zu Hautproblemen. Diese Krankheiten beeinflussen den Zuckerstoffwechsel und schwächen das Abwehrsystem, wodurch Entzündungen leichter entstehen.
Zusammenfassung
